KALKSCHULTER

Hört man den Begriff Kalkschulter, denken viele vielleicht an eine vollständige Verkalkung des Schultergelenks. Bei einer sogenannten Kalkschulter handelt es sich jedoch um Kalkablagerungen an speziellen Stellen in der Schulter.

Zwischen dem engen Raum des Schulterkugelgelenks und Schulterdachs verlaufen die Supra- und Infraspinatus-sehnen. Diese Sehnen und die dazugehörigen Muskeln sind haupt-sächlich dafür verantwortlich, dass wir unsere Arme seitlich abspreizen und nach außen drehen können. Zwar ist der Raum, indem sich die Sehne bewegt sehr eng, stellt aber für gesunde Menschen kein Problem dar.

Wird jedoch genau dieser Teil unseres Körpers einseitig oder dauerhaft überbelastet, kann sich dieser Raum verengen und es entsteht somit ein Druck auf Sehne und Schleimbeutel. Die Sehne reibt am Schleimbeutel und wird dadurch belastet und verliert an Dehnbarkeit und Spannkraft. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum können sich an der Sehne Verkalkungen oder Kalkablagerungen bilden, welche Spätfolgen einer immer wiederkehrenden Schleimbeutelentzündung sein können.

Behandlung

In manchen Fällen kann es sich bei einer Kalkschulter um eine selbstlimitierende Krankheit handeln, was bedeutet, dass der Körper die Kalkablagerungen von selbst wieder abbauen kann.

Wenn der Körper es nicht schafft die Verkalkungen wieder abzubauen bzw. die Verkalkungen zu stark sind, dann können andere Therapiemöglichkeiten zum Einsatz kommen.

In den Anfangsstadien kann versucht werden die Entzündungen und Reizungen mittels entzündungshemmender Medikamente (NSAR) in den Griff zu bekommen.
Als weiter Möglichkeit kann Kortison infiltriert werden.
Sollte eine Kortisontherapie auch keine Linderung verschaffen kann mit einer Stoßwellentherapie versucht werden die Verkalkungen zu ‘zertrümmern’.

Wenn die Kalkdepots noch nicht vollständig verhärtet sind, kann auch ein ultraschallgesteuertes Needling in Erwägung gezogen werden. Hier können die Verkalkungen mithilfe einer Nadel von der betroffenen Stelle unter Ultraschallsicht entfernt werden.

Können Stoßwellentherapie und Needling aufgrund der zu weit fortgeschrittenen Symptomatik nicht mehr durchgeführt werden, können die Kalkablagerungen mittels minimalinvasiven Eingriffes (Arthroskopie) entfernt werden. Je nach Größe und Lokalisation der Verkalkungen kann nach dem Abtragen der Kalkdepots eine Sehnennaht notwendig sein. Sind die Ablagerungen klein und die betroffenen Sehnenstellen nicht beschädigt, werden diese meist belassen und nicht genäht.

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